Warum Warum Warum

Es gibt so viele kreative Nutzungsmöglichkeiten für Flexileinen. Man bisheriger Favorit: Man hänge zwei riesige nordische Hunde dran (können Huskies so groß werden? Malamute vielleicht? Riesig jedenfalls).
Bei Sichtung eines Radfahrers mit Hund ergreife man die Flucht, runter vom (Rad-) Weg, ein paar Meter ins Gebüsch. Praktischerweise ermöglichen die Flexileinen dabei den interessierten Hunden den unbehelligten Verbleib auf dem Weg. MITTEN auf dem Weg.
Ich meine, die Hunde haben ja nix gemacht außer zu gucken, alles kein Thema, aber warum - WARUM - musste Herrchen mit zwei ausgerollten Flexileinen in der Hand meterweit entfernt im Gebüsch kauern?
Vielleicht hätte ich fragen sollen. Aber ich wollte die Geduld der beiden äusserst imposanten Hunde an ihren dünnen Riemchen lieber nicht durch provokantes Stehenbleiben strapazieren.  Und Blacky hatte es plötzlich auch ganz eilig.

Ich glaube, ich mache dieser Tage mal eine Liste - Die "Top Ten des größten Blödsinns, den man mit einer Flexi-Leine machen kann". Anschauungsmaterial gibt es hier genug ... ausgerollte Flexi auf dem Supermarktparkplatz... oder die Kombi Flexileine, Smartphone, hysterischer Kleinhund ... oder "der will so gerne spielen" Hunde an Flexileine... und das allzu vertraute "sssrrrring" einer Flexi, wenn man mit dem Rad an einem vermeintlich angeleinten Hund vorbei kommt, gefolgt von unfreiwilliger Vollbremsung und/oder Sturz.... hach ja.

BARF für Dummies

*Für den folgenden Produkttest habe ich Futter vom Hersteller umsonst zur Verfügung gestellt bekommen*

Beim Hundefutter gibt ja viele Abstufungen. An einem Ende der Skala wird ein Sack mit getrockneten Pellets geöffnet, die weder vom Geruch noch Anblick her auch nur an Fleisch erinnern. Oder es geht noch weiter, und man füttert gleich vegan - aber das möchte ich nicht mehr als Hundefutter bezeichnen... Am anderen  Ende werden komplizierte Futterrationen berechnet, komplett mit Ölen, Kräutern und Zusätzen, es wird Gemüse püriert und Fleisch portioniert - oder, eine andere Variante, gleich ganze Kaninchen, Tauben oder Enten verfüttert (das heisst dann Prey Model Raw), alles so natürlich wie möglich, samt Blut, Federn, und Knochen.
Es gibt eigentlich nix, was es nicht gibt.

Irgendwo in der Mitte dieser vielfältigen Hundefutterwelt findet sich Juni-BARF, dass Blacky und ich testen durften.

Das ist doch nicht schwer

Eine Pferdebesitzerin beklagte sich, dass ihr Pferd bockig und unwillig sei, Gegenwehr leisten würde, sogar steigen und nach ihr treten würde. Dabei wollte sie nur im Schritt longieren, das Pferd sollte einfach um sie herum gehen - "Das ist doch wirklich nicht so schwer!"

Aber wenn ein Tier - ob Hund oder Pferd - sich so heftig widersetzt,  dann ist doch wohl offensichtlich, dass es eben doch "schwer" ist, was Mensch da verlangt. Ist es fair, zu beurteilen, was ein anderes Lebewesen leicht oder schwierig findet, was ihm Angst oder Unbehagen macht? Es ist ja schon schwer genug, sich in einen anderen Menschen hineinzuversetzen.

Ich habe keine Probleme damit, jemand Fremdes anzusprechen oder vor einer Gruppe Menschen zu reden. Aber ich kann es mir vorstellen, wie man sich fühlt, wenn einem dabei mulmig ist - ich muss nur daran denken, wie ich mich fühle, wenn ich auf eine Leiter klettern oder über eine Hängebrücke laufen soll.

Es wird nicht besser, wenn man angebrüllt wird - "Stell dich nicht so an, was bitte ist so schwer daran, dich vor 50 Leute zu stellen und zu sprechen?" Super, oder?

Sicher muss man sich manchmal überwinden, und zur Ausbildung eines Tieres gehört natürlich, dass es lernt, Dinge zu tun, die es erst mal nicht kann oder will. Aber welche Aufgaben wie schwierig sind - das entscheidet der Schüler.

Mir tut es immer in der Seele weh, wenn ich höre, wie schlecht manche Leute über ihre Tiere denken. Als hätte der Hund oder das Pferd nix anderes im Sinn, als uns zu ärgern. Warum sollten sie?


Bonni, der Wildschwein Detektor


Blacky, der Jagdhund, schlendert ganz relaxed durch den Wald, ich, die Krönung der Schöpfung, lasse mich durch die Gegend tragen - da hebt Pony Bonni den Kopf, spitzt die Ohren, starrt in den Wald - "Da ist was!"

Hmm, denke ich, so ein schmaler, steiler Weg, ich steige besser ab und leine den Hund mal an - da kreuzt auch schon die Bache unseren Weg. Gefolgt von ihren Frischlingen.

Ob Blacky ohne Leine hinterher wäre? Ich weiß es nicht. Aber ich bin froh, so einen Wildschwein-Detektor zu haben. Bonni zeigt Wild inzwischen zuverlässiger an als Blacky - früher hat sie das nie gemacht. Angst hat sie nicht, bevor sie scheut, muss das Wildschwein schon sehr sehr nah sein.

Ob es daran liegt, dass sie es sich abgeschaut hat? Wenn Blacky etwas anzeigt, bekommt er ja eine Belohnung, und weil er, um aus der Leberwursttube zu schlecken, an meinem Bein hochsteigen muss, bekommt Bonni DAFÜR dann auch eine Belohnung - macht sie es deshalb? Vermutlich ärgert sie sich darüber, dass der verträumte Herr Pudel sooo viele Gelegenheiten ungenutzt verstreichen lässt.

Ich weiß es nicht, aber ich find's super.

Und wenn einer von uns dreien - Pony, Pudel und ich - jemals in der Wildnis bestehen müssten, dann bin ich sicher, Pony Bonni würde als einzige überleben.

Hinkebein

Blacky hat sich wohl den Fuß verknackst... Er humpelt leicht, vorne rechts, gestern ziemlich deutlich, heute nur noch leicht. Nichts offensichtliches zu finden, nix dick, nix warm, kein Fremdkörper. Mal schauen, wie es morgen ist. Gassi gehen mag er nicht... lag den ganzen Tag unterm Sofa, der süße Schlumpf.

Was mir bei der ganzen Sache das Herz gebrochen hat (ein bisschen)...

Blacky hatte als Junghund, als das Fell noch ganz weich war, oft Kletten oder Grannen zwischen den Zehen stecken, inzwischen passiert das Gott sei Dank nur noch selten. Das piekste natürlich immer. Und obwohl er das Rauspulen auch erst mal blöd fand, hat er schnell gelernt, "Bescheid zu sagen" - hat sich auf den Rücken gerollt und mir das betroffene Pfötchen hingehalten. Mit einem ganz flehenden Blick: "Hiiilfe...".

Das hat er diesmal auch gemacht. Auf dem Weg zur Wiese an der Leine denke ich schon: Der läuft nicht sauber. Kaum abgeleint, es sind ja nur ein paar Meter - Pudel schmeisst sich ins Gras und streckt mir die Pfote entgegen. Und zuhause auf dem Teppich auch.

Soviel Vertrauen, soviel Gewissheit, dass ich es schon richten würde. Konnte ich aber nicht, dabei wünscht man sich nichts sehnlicher in so einem Moment.

Soviel wird immer darüber geredet, dass Tiere kein "Kindersatz" sein sollen/dürfen/können. Stimmt auch.. aber ein solcher Moment, dieses Gefühl, das anvertraute Wesen immer beschützen und ihm helfen zu wollen, es aber einfach nicht immer zu können - das bringt dieselbe Saite zum Schwingen, ob Zwei oder Vierbeiner. Man wäre so gerne wirklich so stark und klug und allmächtig, wie es unsere Tiere und unsere Kinder glauben - naja, in letztem Fall für ungefähr die ersten fünf Lebensjahre :-))

Mehr als den Pudel neben mir auf dem Sofa zu kraulen kann ich nicht tun - und sehr froh und dankbar darüber sein, dass es wohl nur eine Kleinigkeit ist.






Pudeltreffen

 

Ein Treffen der Glückspudelfamilie (und Ableger). Bei schönstem Sonnenschein an Main und Rhein entlang. Blacky trohnt in der Mitte - und man sieht ihm an: So nett das Treffen für die Menchen, so überflüssig fand er das. Aber was tut man nicht alles....
















Hier sieht man den Vergleich zu seiner Wurfschwester Ronja. Wo bei Blacky der Großpudel-Opa durchschlägt, ist Ronja deutlich kleiner geraten.

 

Mir hat das Treffen mal wieder Anlass zum Nachdenken gegeben. Dass Blacky auf große Gruppen und fremde Hunde inzwischen verzichten kann, ist mir ja schon öfter aufgefallen.

Das richtige Werkzeug ist alles

Ja, ja, was weiß ich schon über Hundesport. Alles ganz sanft, total nett zum Hund. 
Dabei bin ich nicht mal jemand, dem alles immer nur aus Zuckerwatte sein muss. Aber wenn ich solche Beschreibungen (von der Webseite des irgendwie total berühmten Ausbilders Bart Bellon) lese... Na, ratet mal, um was es hier geht:

"For people who appreciate fine design, as well as for people who want to stay out of political snares, and all people who just want to train their dog and want their remote trainer to be inconspicuous and desire to answer no more questions about their tools."

"Für Menschen, die schönes Design mögen, und für Menschen, die sich politischen Fallstricken entziehen möchten, und für alle, die nur ihren Hund trainieren möchten und ihren Ferntrainer unauffällig haben möchten, und die keine Fragen mehr über ihre Werkzeuge bantworten möchten."

Ja, ein unsichtbares Elektro-Halsband. Kein hässliches Kästchen mehr, sondern ein elegantes, schmales, anschmiegsames Halsband. Für bessere Kommunikation mit dem Hund. Toll, das.

Ich mags hier nicht verlinken, aber Google hilft, wenn man mehr rausfinden möchte.

Drauf gekommen bin ich, weil ich herausfinden wollte, was hinter der so drollig benamsten Methode "NePoPo" steckt

Neues vom Futtertester

*Für diesen Artikel habe ich Produkte von den Händlern zur Verfügung gestellt bekommen*

Erinnert sich noch jemand an meine BARF-Katastrophen? 
Platz 1, die Blutlache im Postamt?
Ein schlampig verpacktes Paket, undichte Fleischpackungen, es war so eklig. Ein knappes "Kann nicht sein" vom Versandhandel auf meine Beschwerde. Kein Ersatz, keine Entschuldigung. Das wars dann für mich mit TK-BARF per Post!

Vor ein paar Wochen kam die Anfrage eines anderen BARF-Versandhandels, ob ich ein Testpaket zugeschickt haben möchte. Okay, probieren wir es nochmal!

Auf und Ab

Nach dem gestrigen Frust-Erlebnis heute das komplette Gegenteil. Blacky hat mir im Wald völlig entspannt zwei Rehe angezeigt.
Die Tiere standen etwa 150 Meter weit weg mitten auf dem Weg - ich hätte sie gar nicht bemerkt, wenn Blacky nicht hingesehen hätte. Völlig ohne Anstalten, loszurennen, auch als die Rehe dann davonsprangen. Statt dessen hat er sich seine wohlverdiente Leberwurst abgeholt - erst meine Tube leergeschleckt, und dann hat das Frauchen seiner Hundekumpelin noch ihre halbe Tube spendiert. Danach sind wir ohne Leine weiterspaziert, an der Stelle vorbei, an der die Rehe in den Wald verschwunden sind.

Es geht also doch!

Die beiden Erlebnisse an zwei Tagen hintereinander zeigen mir wieder mal überdeutlich: der Schlüssel (bei diesem Hund bzw. diesem Hundetyp) liegt in der Ansprechbarkeit. Ist der Hund entspannt und nicht "hochgedreht", kann er dem stärksten Reiz widerstehen. Ist er ohnehin schon gepusht, wie man im Neu-Hundedeutsch sagt, braucht es nicht mal einen Reiz.

Deutlicher hätte mein Hund mir das nicht klarmachen können.

Arschkeks

Damit ich mich nach dem großen Frohlocken über die Anti-Jagd-Fortschritte meines Flitzepudels nicht in falscher Sicherheit wiege, ist mir der Arschkeks dann heute mal abgehauen. Seit Monaten zu ersten Mal (ich weiß nicht mehr, wann das zuletzt passiert ist).

Wir waren unterwegs mit den Pferden und schon auf dem Rückweg, aber nach eineinhalb Stunden mit viel flottem Trab hat die Energie noch gereicht, mit Vollgas ins Gebüsch abzudampfen. Ob da Wild war oder nicht - keine Ahnung.

Wir haben dann ca 5 Minuten gewartet. Ich dachte ja, es wäre länger... viel länger... gewesen, zieht sich ja wie Kaugummi. Man denkt über Suchanzeigen auf Facebook nach, über Zettel an den Bäumen, nächtliche Suchaktionen, es dämmert ja sogar schon.... kommt einem wie Stunden vor. Aber die Begleitung meinte, es wäre eher sogar weniger als 5 Minuten gewesen.

Gefahren lauern überall

Heute morgen laufe ich quer über den großen Parkplatz, um ins dahinter liegende Wäldchen zu kommen - und werde beinahe von einem riesigen Abschleppwagen über den Haufen gefahren. Der Typ hat mich nicht - bzw. erst ziemlich spät - gesehen. Meinen Hund hätte er garantiert noch viel weniger gesehen, wäre er 5 Meter entfernt von mir an der Flexi rumgestromert.

Sowas sehe ich jeden Tag, und es läuft mir echt kalt den Rücken runter. Herrchen hier, Hund dort, dazwischen 5 Meter dünne, unsichtbare Schnur.

Mein Anti-Jagd-Tagebuch

Ein Trainings-Tagebuch, das nie geführt wurde. Alles zu kleinschrittig, zu "banal". Vielleicht, wenn ich einen echten, richtigen Jäger hätte. Aber, wie ich ja schon beim AJT-Seminar erfahren habe, ist Blacky der klassische Pseudo-Jäger. Bei ihm ist "Jagen" kein echtes Jagen sondern ein unkontrolliertes Rennen, ausgelöst durch einen Sichtreiz oder auch einfach nur als Übersprungshandung bei zu großer Aufregung.

Daraus ergibt sich logischerweise: Bewegungsfreiheit einschränken und kontrollieren (auf dem Weg bleiben, Radius einhalten, Umorientierung). Beides ist durch monatelange Kleinarbeit gut gelungen. Das war einfach nur eine Frage der Geduld, ständiger positiver Verstärkung und intensiven Übens. Rückblickend hätte ich natürlich früher damit anfangen können bzw. müssen - so ein Rennsemmel-Hund war echt was Neues für mich - andererseits sehe ich schon sehr deutlich, dass man die Selbstbeherrschung, die das Einhalten eines relativ kleinen Radius erfordert, nicht bei jedem jungen, lebhaften Hund voraussetzen kann.

Der oft empfohlene Weg, den Hund die ersten 1,5 Jahre nur an der Schleppleine zu lassen, wäre für mich echt unvorstellbar gewesen.

Born Again

Mal was schräges:

"Meine Familie und ich haben am 27.12.2016 unsere geliebte Hündin und Familienmitglied verloren, jedoch glauben wir an Reinkarnation (Wiedergeburt).
Wir wünschen uns vom ganzen Herzen das das unsere süße wieder zu uns nach hause kommt.
Wenn sie am 28.12.2016 (ca. Halb 12) einen Wurf bekommen haben ist unsere Dora vielleicht dabei.
Wir bedanken uns im voraus für jede Unterstützung die wir von Ihnen bekommen.
Sie können mich gerne hier per Nachricht kontaktieren."

Also, falls jemand einen reinkarnierten Welpen dabei hat, hier geht es zur Anzeige.

Da der Trick bei der ganzen Reinkarnation-Sache ja ist, dass man - voraussgesetzt, man war brav - bei jeder Wiedergeburt eine Stufe höher klettert, muss es ja ein Pudel sein!

Das Krönchen der Schöpfung :-)